Wohin gehen wir?
Unter dem Kaiser Nero werden die Christen in Rom grausam
verfolgt. Sie werden eingekerkert, gefoltert und warten auf die Begegnung mit
den wilden Tieren in der Arena zur Belustigung des Volkes. Die Christen haben
Petrus gebeten, die Stadt zu verlassen und sein Leben im Interesse der anderen
Gemeinden zu retten. So zieht Petrus mit einem Jungen als Begleiter heimlich
aus der Stadt.
Unterwegs kommt ihm in einer Vision der auferstandene
Christus entgegen. Petrus erkennt freudig seinen Herrn und fragt ihn: «Quo
vadis, domine?» - «Wohin gehst du, Herr?» Jesus antwortete ihm: «Ich gehe in
die Stadt, um mit den Meinen zu leiden und zu sterben!» - Da erkennt Petrus,
dass er in die Stadt Rom zurückkehren, die Christen stärken und mit ihnen sterben
soll. Schnell dreht er sich um und kommt gerade noch rechtzeitig, um die
Christen in den Gefängnissen zu stärken und mit ihnen zu beten, bevor sie den
wilden Tieren zum Fraß und dem Volk zur Erheiterung dienen sollen. Auch Petrus
stirbt schließlich in Rom für seinen Herrn.
Diese Szene aus dem Roman «Quo vadis» fragt uns, wohin wir gehen. Aus der Stadt
hinaus, um unser Leben zu retten, oder in die Leiden hinein, um für Jesus ein
Zeugnis zu sein?
Jesus sagt: «Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr an sich selber denken,
sondern muss sein Kreuz willig auf sich nehmen und mir nachfolgen.»